Bezirk
Fürstenfeld
Eine kleine Gemeinde in der Nähe von Fürstenfeld:
eine Mutter mit vier Kindern im Kindergarten, der Volksschule
und in der Berufsschule, erfährt, dass ihr ältester
Sohn mit 17 Jahren eine starke seitliche Abweichung der
Wirbelsäule hat. Kommentar des Arztes: warum haben
Sie nicht früher mit einem Korrekturprogramm begonnen,
jetzt ist es eigentlich schon zu spät.
Da sie vermutet, dass auch die jüngeren Geschwister
Haltungsprobleme haben, wendet sie sich an die Steir.
Gesellschaft f. Wirbelsäulenforschung, für ihre
Kinder und deren Klassenkameraden ein Vorsorgeprojekt
durchzuführen.
Sie organisiert einen Elternabend mit Lehrern, Eltern,
Direktor, Schularzt und Bürgermeister und einem Vortrag
über mögliche Vorsorgemaßnahmen. Beschlossen
wird ein Vorsorgeprojekt für alle Schüler der
ersten und zweiten Klassen sowie Freiwilligen aus den
übrigen Klassen und eine Kostenteilung zwischen Eltern,
Elternverein und Gemeinde.
Zwei Wochen später erfolgt die Einschulung von Lehrern
und Eltern in das KIWI Programm mit dem Start der KIWI
Übungen in den Klassen. Zwei Wochen darauf wird das
Haltungs- und Koordinationsscreening an über 60 Volksschulkindern
durchgeführt und weitere zwei Wochen später
werden den Kindern und Eltern die Videoaufzeichnungen
und die Auswertungen des Screenings gezeigt. Kinder und
Eltern erhalten die Schwerpunktprogramme und, wenn nötig,
individuelle Übungsprogramme. Kinder (und Eltern)
werden in die wichtigsten Übungen eingeschult. Die
Bewegungsübungen werden in der Schule von den LehrerInnen
und außerschulisch in Kleingruppen von ausgebildeten
Übungsleitern durchgeführt. Das Vorsorgeprojekt
läuft danach 2 Jahre an der Volksschule und weitere
Jahre in Kleingruppen weiter.
In Vorbereitung:
Vorsorgeprojekt Hauptschule Kirchplatz der Stadt
Bruck an der Mur
Kontaktperson: Mag. Gernot Schwimmer, Abt. für Kultur
und Sport
Weitere Beispiele folgen aus den laufenden
Projekten.