Das Vorsorgeprojekt
Kinder in Bewegung spricht die verschiedenen
Altersstufen vom Kindergartenkind bis zum Berufsschüler
durch altersspezifische Bewegungsprogramme an. Daraus
ergibt sich eine vertikale Gliederung beginnend mit dem
Wirbelixprogramm für den Kindergarten bis zu den
Übungsprogrammen für die Berufsschüler.
In jeder Altersstufe gibt es einen horizontalen Aufbau
mit einem allgemeinen Grundprogramm, welches mit Musik
geturnt wird bis zu den individuellen Einzelübungen.
Für die verschiedenen Altersstufen
vom Kindergartenkind bis zum Berufsschüler werden
altersspezifische Bewegungsprogramme vorgeschlagen. Diese
Bewegungsprogramme stellen einerseits das Grundgerüst
für eine gute körperliche Entwicklung dar und
sind andererseits so konzipiert, dass durch geringe Adaptierungen
auch auf die individuelle Entwicklung des Kindes Rücksicht
genommen werden kann.
Die altersspezifischen Bewegungsprogramme sind im Abschnitt
Bewegungsprogramme beschrieben. Die Differenzierung von
den allgemeinen zu den individuellen Bewegungsübungen
folgt einem dreistufigen Aufbau: Grundprogramm –
Schwerpunktprogramm – individuelles Programm. Für
die Entscheidung welche Schwerpunktprogramme oder individuelle
Übungen ausgewählt werden sind einfache Tests
oder Foto- und Videoaufnahmen vorgesehen bzw. das Haltungs-
und Koodinationsscreening (siehe www.wirbelix.com)
Grundprogramm
Das Kind braucht die wichtigsten Übungen
zur Entwicklung seines Körpers, zur Stärkung
seines Knochen- und Gelenksystems und seiner Muskulatur,
es braucht die Beweglichkeit seiner Gelenke insbesondere
der Wirbelsäule, die Übungen zur Entwicklung
der Haltung und das Gefühl für die eigene Haltung,
die Schulung von Einzelbewegungen, die Entwicklung der
Koordination sowohl für sportliche Bewegungsabläufe
als auch für Alltagsbewegungen – immer mit
dem Ziel einer harmonischen und ausgewogenen Bewegungsqualität.
Das Grundprogramm umfasst ab dem Volksschulalter:
Aufwärmen mit Lauf-, Sprung- und Koordinationsübungen,
Kraftübungen, Dehnübungen, Beweglichkeitsübungen,
Einzelbewegungen wie Fußrollen, Beckenkippen usw.,
Übungen zum Bewusstmachen der Haltung, Schwungübungen
und Bewegungsübungen in und mit der Gruppe.
Schwerpunktprogramm
Wenn bei Kindern und Jugendlichen Kraft und Dehnfähigkeit
der Muskeln geprüft wird oder die Ausdauer (Herz-Kreislauffähigkeit)
ermittelt wird, die Haltung aufgezeichnet und die Koordination
getestet wird, dann kann auf die Bedürfnisse der
Kinder/Jugendlichen speziell eingegangen werden. Gegen
die erkannten Schwächen können Übungen
ausgeführt werden, die zu sogenannten Schwerpunktprogrammen
zusammengefasst sind.
Beispiel 1:
Ein Schwerpunktprogramm gegen Haltungsschwächen beinhaltet
mehrere Kraftübungen, die die Muskeln der Arme, der
Beine, die Bauch- und Rückenmuskeln und die Schultermuskeln
trainieren. Zusammen bewirken sie einen Kraftaufbau für
den ganzen Körper.
Beispiel 2:
Ein Schwerpunktprogramm gegen Hohlkreuz enthält Übungen,
um die Lendenwirbelsäule beweglich zu machen, Übungen
zur Kräftigung der Bauchmuskulatur, bei Verkürzungen
der Muskeln Dehnübungen z.B. für die Oberschenkelvorderseite
und dann die Übungen zum Beckendrehen. Diese Beckenübungen
werden zuerst im Liegen, dann im Sitzen und zuletzt im
Stehen geübt. Insgesamt lernt das Kind dabei sein
Becken aufzurichten und z.B. im Stehen nicht mit überstreckten
Beinen eine Hohlkreuzhaltung zu provozieren.
Typische Schwerpunktprogramme sind: Übungen
gegen verstärktes Hohlkreuz, Rundrücken, Haltungsschwächen,
vorgezogener Schultergürtel, Übergewicht, Koordinationsschwächen
und zu geringe Ausdauerfähigkeit.
Individuelles
Programm
Kein Kind gleicht dem anderen, daher
ist eine optimale Betreuung nur nach einer Aufzeichnung
der Haltung und Bewegung und der Durchführung motorischer
Test möglich.
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Zuerst wird geklärt, ob Defizite
in der Muskulatur bestehen, ob Muskeln zu schwach,
verkürzt oder verspannt sind. Dann wird die Haltung
und Koordination beurteilt.
Im Übungsprogramm werden die einzelnen Bereiche
berücksichtigt. Bei Muskelschwächen werden
die entsprechenden Kräftigungsübungen, bei
Verkürzungen die Dehnübungen ausgewählt. |
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Bei Koordinationsschwächen werden
Übungen zur Verbesserung z.B. von Gleichgewicht oder
der Sprungkoordination zusammengestellt. Auch auf die
Haltung wird individuell eingegangen. Bei einem vorgezogenen
Schultergürtel werden Übungen zur Aufrichtung
des Oberkörpers eingeschult. Einige Haltungsübungen
können auch vor dem Monitor geübt werden.